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Freitag, 04.01.2013

Kur- und Badegesellschaft mbH wird 80 Jahre alt

(Bad) Aachen - Das würde auch Kaiser Karl gefallen: die Kur- und Badegesellschaft mbH kümmert sich seit vielen Jahren nicht nur um die Aufgaben der Kurverwaltung für das Heilbad Aachen. Sie betreibt auch den Aachener Campingplatz am Branderhofer Weg, unterhält das „Haus des Gastes" in Burtscheid und führt erfolgreich die Carolus Thermen Bad Aachen, die seit nunmehr zwölf Jahren die Bad Aachener Badetradition auf moderne Art und Weise fortsetzen.

Die Geschichte der Kur- und Badegesellschaft mbH, die am 30.12.1932 gegründet wurde und sich seitdem zu 100% in städtischem Eigentum befindet, ist facettenreich. So betrieb die Gesellschaft bis zum Ende der Siebziger-Jahre nicht nur verschiedene Mineral-Thermalbäder in Aachen, sondern auch das Parkhotel Quellenhof, verschiedene Gastronomiebetriebe, eine Weinkellerei sowie das Eurogress. Zweifellos hat sie in dieser Zeit viele Höhen und Tiefen erlebt.

Vor der GmbH eine Aktiengesellschaft

Vorgängerin der Kur- und Badegesellschaft mbH war die Aktiengesellschaft für Kur- und Badebetrieb der Stadt Aachen. Sie wurde bereits am 17. Februar 1914 gegründet.

Die hochinteressante Geschichte dieser Aktiengesellschaft hat die „KuBa" jetzt wissenschaftlich aufarbeiten lassen. Aus Anlass des 80. Firmenjubiläums erscheint dazu unter Begleitung von RWTH-Prof. Dr. Paul Thomes im Shaker Verlag der Band 9 der Aachener Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte:

Geschichte der Aktiengesellschaft
für Kur- und Badebetrieb
der Stadt Aachen 1914 - 1933

(Unter ISBN 978-3-8440-1520-1 für 19,80 EUR im Informationsbüro Elisenbrunnen, im Haus des Gastes Burtscheid, im Buchhandel und im Internet erhältlich)

Der Autor Juliano des Assis Mendonça (M.A.) schreibt dazu:

Die Kurstadt Aachen hatte an der Wende zum 20. Jahrhundert einen zunehmenden ökonomischen und kulturellen Niedergang in ihrem traditionsreichen Badebetrieb zu beklagen, dem angesichts des gestiegenen Konkurrenzdrucks im internationalen Kurwesen nur noch durch ein umfassendes Reformprogramm beizukommen war. Die hohen Kosten eines baulichen und betrieblichen Neubeginns führten 1914 zur Gründung der „Aktiengesellschaft für Kur- und Badebetrieb" mit finanzstarken auswärtigen Investoren.
Ihr kühner Entwurf neuer Kuranlagen bestehend aus Palasthotel, Kurmittelhaus und Kurhaus an der urbanen Peripherie wurde mit Unterstützung des Oberbürgermeisters Veltmann durchgesetzt.

Der abrupte Ausbruch des Ersten Weltkriegs stellte das junge Unternehmen vor ungeahnte Herausforderungen: Zwar gelang die Fertigstellung der Neubauten an der Monheimsallee im Juni 1916, doch litt das Kurwesen unter der Ausnahmesituation des Krieges und der sich unmittelbar anschließenden Besetzung der Stadt durch alliierte Truppen. Die wirtschaftlichen Härten dieser Zeit ließen Interessenskonflikte zwischen Bürgerschaft, Stadtverwaltung und privaten Investoren der Aktiengesellschaft offen zu Tage treten.

Die Hoffnung auf eine ökonomische Verbesserung nach dem Ende der Rheinlandbesetzung 1929, die mit einem sukzessiven Rückkauf der Betriebsgesellschaft durch die Stadt und mit einer intensivierten Fremdenwerbung einherging, erwies sich als verfrüht. Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise führten zu Beginn des Jahres 1933 zur Auflösung der „Aktiengesellschaft für Kur- und Badebetrieb" und ihrer Neugründung als die heute noch bestehende „Kur- und Badegesellschaft mbH".

Obwohl kaum ein anderes Unternehmen das Aachener Stadtbild so auffällig geprägt hat wie die „Aktiengesellschaft für Kur- und Badebetrieb" mit ihren neuen Kuranlagen an der Monheimsallee, war ihre Entwicklung bislang ein nahezu unbekannter Teil der Stadtgeschichte. Gestützt auf umfassende Materialien des Stadtarchivs und der Kurverwaltung schließt die vorliegende Darstellung diese Lücke. Neben den Erfolgsleistungen des Unternehmens werden dabei zugleich auch die Fehlentwicklungen dieser frühen Öffentlich-Privaten Partnerschaft analysiert.

Der Autor Juliano de Assis Mendonça (M.A.) wurde 1983 in Aachen geboren. Er studierte von 2003 bis 2011 an der RWTH Aachen Geschichte, Politische Wissenschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Seit Juli 2012 promoviert er an der Universität Köln über die Rolle der Polizei im Ersten Weltkrieg.

Die „Neuzeit"

Im Frühjahr 1985 wurden der Kur- und Badegesellschaft mbH dann wieder die Aufgaben der Kurverwaltung für das Heilbad Aachen übertragen. Kurz danach entstanden bereits die ersten Ideen für ein großes, freizeitorientiertes Thermalbad, die Carolus Thermen Bad Aachen, die am 09. Februar 2001 eröffneten.

Ebenfalls bereits im Frühjahr 1985 übernahm die Gesellschaft auch die Geschäftsführung des aachen tourist service e.V. (früher Verkehrsverein Bad Aachen e.V.)

In den vergangenen Jahrzehnten entstanden unter der Regie der Gesellschaft auch das neue „Haus des Gastes" am Burtscheider Markt und der „Platz für Camping" am Branderhofer Weg.

Zurzeit entwickelt die Gesellschaft einen „Masterplan 2013-2015" für die Carolus Thermen. „Das Wellness- und Freizeitverhalten unserer Gäste hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Auch der gesamte Markt ist in Bewegung. Dem müssen wir Rechnung tragen und das Konzept der Carolus Thermen diesen Entwicklungen anpassen. Stillstand wäre in diesem Zusammenhang Rückschritt. Wir müssen mit unserem Wellness-Angebot interessant und attraktiv bleiben", erläutert der Geschäftsführer der Kur- und Badegesellschaft mbH, Werner Schlösser, der bereits seit Anfang 1985 im Amt ist.

Bis zu 400.000 Gäste besuchen jährlich die Wellness-Anlage im Aachener Stadtgarten an der Passstraße. Da bleibt es nicht aus, dass eine solche Anlage auch einem gewissen Verschleiß unterliegt und Attraktivität verloren gehen kann.
„Wir gehen täglich durch unser Haus, überwachen regelmäßig alle Anlagen und Angebote bis ins Detail und arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen", so Schlösser weiter. Unter die zehn besten Thermen in Deutschland komme man nur, wenn man sich kontinuierlich mit dem Angebot beschäftige und flexibel am Markt agiere.

Das regelmäßig erneuerte Premium-Zertifikat des Deutschen Wellnessverbandes ist sicher ein Beweis für die hohe Qualität der Carolus Thermen Bad Aachen, die sich auch in den kommenden Jahren unter dem Management des Geburtstagskindes „KuBa" weiter erfolgreich entwickeln soll.
Weitere Informationen erteilen die Kur- und Badegesellschaft mbH, unter Tel. 0241/180 29-0 oder die Carolus Thermen Bad Aachen unter Tel. 0241/182 74-0 oder unter www.carolus-thermen.de (Till Schüler)

 

Weitere Informationen:

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